Wie lange noch?
Gedenken an den Krieg in der Ukraine
und an das Ende des 2. Weltkrieges in Deutschland
Kranzniederlegung am Mahnmal (17.00 Uhr) – Stadtrundgang – Friedensandacht in St. Martin (18.30 Uhr)
Am Morgen des 24. Februar 2022 überfiel die russische Armee das Staatsgebiet der Ukraine. Dies geschah nicht zu ersten Mal – schon 2014 war die Krim völkerrechtswidrig dem russischen Staat einverleibt worden. Dieser Krieg, von russischer Seite bis heute „militärische Spezialoperation“ genannt, hält unvermindert an.
In der Folge des Krieges verlassen zeitweise mehr als 4,5 Millionen Menschen die Ukraine und flüchten in die Nachbarländer. Eine Vielzahl, vor allem Mütter mit Kindern, aber auch alte Menschen kommen nach Deutschland, mehr als 1.500 sind es im Landkreis Nienburg. Die meisten von ihnen haben konkrete Erfahrungen mit militärischer Gewalt gemacht und deshalb ihre Heimat verlassen.
Am 8. Mai wird dem Ende des 2. Weltkrieges gedacht, der als Angriffs- und Vernichtungskrieg von Deutschland ausgegangen war und in dessen Folge sehr viele Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auch aus der Ukraine im Landkreis Nienburg leiden und sterben mussten.Es hat lange gedauert, bis die deutsche Öffentlichkeit diesen Krieg und seine Verbrechen anerkannt und seine Erinnerungskultur auf Verständigung und Versöhnung ausgerichtet hat.
Der Arbeitskreis Gedenken der Stadt Nienburg e.V. unter Mitwirkung Partei Die Linke, der Kirchengemeinde St. Martin, des Gottesdienstteams Licht in Sicht, des Bürgermeisters der Stadt Nienburg und dem Ukrainischen Verein Motanka lädt am 08. Mai um 17.00 Uhr zu einer Kranzniederlegung am Mahnmal am Weserwall ein.
Im Anschluss daran wird es einen Stadtrundgang zu Orten der NS-Geschichte, besonders zum Ende des Krieges am Nienburg am 09. April 1945, geben.
Um 18.30 Uhr soll in einer Friedensandacht der Situation in der Ukraine mit einer Lesung mit ukrainischen Kindern und Jugendlichen gedacht und die Hoffnung auf ein Ende des Krieges zum Ausdruck gebracht werden.